#Tag 751

Du darfst stolz auf dich sein.
Für all das, was niemand gesehen hat.

Ich glaube, ich habe lange nicht verstanden, was das eigentlich bedeutet.

Ich habe so oft nur auf das geschaut, was mir noch nicht gelungen ist.
Auf das, was ich noch verändern müsste.
Auf die Dinge, bei denen ich dachte: Da bin ich noch nicht weit genug.

Dabei gab es so vieles, das niemand gesehen hat.

Die Gedanken, die ich mit mir selbst ausgetragen habe.
Die Tage, an denen ich funktioniert habe, obwohl es in mir ganz anders aussah.
Die Momente, in denen ich mich selbst verloren und trotzdem irgendwie weitergemacht habe.

Ich habe lange versucht, meinen Wert an Dingen festzumachen, die man messen, sehen oder von außen bestätigen kann.

Heute lerne ich etwas ganz anderes:

Ich darf stolz auf mich sein.
Nicht erst, wenn alles gut ist.
Nicht erst, wenn ich „fertig“ bin.
Sondern auch für jeden kleinen Schritt, den ich gegangen bin, obwohl er schwer war.

Für den Mut, hinzusehen.
Für Entscheidungen, die wehgetan haben.
Für Grenzen, die ich erst lernen musste zu setzen.
Für das Loslassen von Dingen, die mir nicht gutgetan haben.
Und dafür, dass ich langsam beginne, mich selbst nicht mehr gegen mich zu stellen.

Vielleicht ist genau das Heilung:
sich irgendwann selbst für all das zu würdigen, was man viel zu lange klein geredet hat.

Und falls du das gerade selbst hören musst:

Du darfst stolz auf dich sein.
Auch für die Kapitel, von denen niemand weiß. 🤍

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