#Tag 759

✨ Manchmal sind es die kleinen Momente, die sich wie große Freiheit anfühlen.

Ein Kaffee am Morgen.
Das Schnurren einer Katze neben mir.
Sonne auf der Haut.
Durch den Wald laufen und plötzlich stehen bleiben, weil etwas Schönes meinen Blick einfängt.
Brombeeren pflücken, bis die Hände ganz dunkel sind.
Früchte sammeln, die die Natur mir schenkt.
Eine Einladung bekommen. Und einfach Ja sagen.
Lachen. Draußen sein. Leben.

Für mich sind diese Dinge heute viel mehr als nur schöne Momente.

Nach so vielen Jahren, in denen Alkohol und Bulimie so viel Raum in meinem Leben eingenommen haben, musste ich erst wieder lernen, wie sich echtes Leben eigentlich anfühlt.

Nicht der nächste Kick.
Nicht das nächste Betäuben.
Nicht das nächste Kontrollieren.

Sondern dieses ganz einfache:
Ich bin da.
Ich spüre mich.
Ich erlebe mein Leben.

Und manchmal ist das überraschend unspektakulär.

Es ist ein Kaffee am Morgen im Garten. ☕
Ein Waldspaziergang. 🌿
Der Geruch in der Luft nach einem warmen Sommerregen.
Barfuß über warmen Boden laufen
Ein Korb voller Brombeeren.
Schmutzige Hände von den Holunderbeeren.
In der Natur unterwegs sein. Ohne Ziel und scheuen Tiere entdecken.
Ein lieber Mensch, der fragt: „Kommst du mit?“
Und ich sage: Ja.
Ein Sonnenuntergang, bei dem man kurz stehen bleibt.
Eine Katze, die sich plötzlich zu einem kuschelt.🐈
Ein Hund, der sich über dich freut.
Ein fremder Mensch, dem du ein Lächeln entlockst.
Zeit mit einem Kind verbringen und die Welt aus deren Augen betrachten.🥰

Ich glaube, ich habe lange gedacht, Freiheit müsste sich groß anfühlen.

Heute weiß ich:
Freiheit kann ganz leise sein.

Und vielleicht liegt genau darin ihre Schönheit. ❤️

In all den kleinen Momenten, die früher vielleicht selbstverständlich gewesen wären – und die ich heute ganz bewusst wahrnehme.

Mein Leben muss nicht spektakulär sein, damit es wertvoll ist.
Es darf einfach meins sein.

🤍

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