#Tag 769
Vielleicht musste ich erst wieder lernen, im Kleinen glücklich zu sein. ❤️🩹
Lange Zeit war mein Leben vor allem eines: im Außen verborgen.
Alkohol. Exzesse. Bulimie. Flucht vor mir selbst.
Ich war so sehr damit beschäftigt, nichts fühlen zu müssen, dass ich irgendwann auch verlernt hatte, die schönen Dinge wirklich zu fühlen.
Heute sind es oft die unscheinbaren Momente, die mich berühren.
Ein Kaffee im Garten.
Schmutzige Hände vom Holunderpflücken.
Ein Spaziergang im Wald.
Ein Pilz am Wegesrand. 🍄
Eine Katze, die sich an mich kuschelt.
Ein Hund, der sich über mich freut.
Ein Sonnenuntergang.
Ein Mensch, der fragt: „Kommst du mit?“
Und ich sage: Ja.
Früher hätte ich vielleicht darüber hinweggelebt. Heute bleibe ich manchmal stehen. Schaue hin. Atme. Und denke: Wie schön, dass ich das gerade erleben darf.
Ich glaube, Heilung bedeutet nicht nur, etwas hinter sich zu lassen. Vielleicht bedeutet sie auch, wieder empfänglich für das Leben zu werden.
Für Begegnungen.
Für Natur.
Für Nähe.
Für Freude.
Für all die kleinen Dinge, die niemals laut nach Aufmerksamkeit rufen.
Vielleicht ist das große Glück gar kein einzelner großer Moment.
Vielleicht ist es die Summe all dieser kleinen Momente, die wir sammeln.
Und vielleicht ist das Leben nicht schöner geworden.
Vielleicht kann ich es heute einfach wieder sehen. ❤️
Ganz nach dem Spruch:“ Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie vergebens auf das Große warten.“
Welchen kleinen Moment möchtest du heute ganz bewusst wahrnehmen? 🌿