Tag 47 – 04.10.2024

Zweiter Tag in den USA, bin gerade so etwas wie ausgeschlafen. Gestern war ein ganz schöner Tag: mein Freund hat mir neue Schuhe spendiert, wir waren sie direkt draußen ausprobieren (Lauf-Schuhe), auf einem super schönen Trail mit Blick auf die Rocky Mountains, bei Sonnenschein und perfekten Temperaturen…
abends waren wir noch beim Mexikaner essen, das war super lecker, und im Anschluss gab es noch ein Eis.
Ich fühle mich voll und bekomme langsam etwas „Angst“, weil ich hier so wenig auf das Essen achte. Zusätzlich hab ich bei Reisen sowieso immer eine sehr träge Verdauung, was dazu führt dass ich mich jetzt schon mega aufgebläht fühle.
Trotz Essstörung habe ich nie Abführmittel missbraucht, aber wenn ich herkomme, hab ich immer welche im Gepäck.

Ich bin gerade auf der Suche nach jemandem, der uns bei dem Podcast helfen kann, und bin im Kontakt, mit einem jungen Typen, der sich ganz hilfreich anhört. Leider gestaltet sich das Ganze sehr viel teurer als ich dachte, aber ich werde nächste Woche mal mit ihm sprechen, und vielleicht gibt er uns ja einen kleinen Rabatt. Ich möchte dieses Projekt unbedingt weiterverfolgen, da ich glaube, dass es Ellen und mich ein gutes Stück nach vorne bringen, und nochmal viel verändern wird.

Ich habe gestern gemerkt, dass ich in den letzten Tagen ein unterschwelliges Depri-Gefühl mit mir rumschleppe. Eine tiefe Traurigkeit, die nicht omnipräsent ist, aber die die ganze Zeit im Hintergrund schlummert. Es gibt Situationen, in denen ich sehr viel schneller einfach in Tränen ausbrechen könnte, als es sonst der Fall ist. Gestern habe ich mich das erste mal gefragt, ob es sinnvoll wäre, das Ganze mit medikamentöser Unterstützung anzugehen. ABER ich verwerfe solche Gedanken immer sehr schnell, so auch gestern. Es ist nicht so, als würde dieses Gefühl meinen ganzen Tag bestimmen, und ich habe mehr Angst vor den Konsequenzen der Nebenwirkungen, als das Gefühl von gerade auszuhalten.
Ich glaube auch das ist etwas, was mit der Zeit vergehen wird. Ich hoffe es.

Ich bin stolz auf alles, was ich bisher erreicht habe. Ich werde weitermachen, weil es sich lohnt, und das der einzige Weg ist um frei zu werden. Und um sich langfristig gut zu fühlen. Ich bin stark. Ich bin selbstbestimmt. Und ich werde komplett frei sein.

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