Tag 21 – 08.09.2024

Heute drei Wochen ohne! Ohne Fressanfall, ohne Kotzen, ohne gezieltes Einkaufen von Bergen an Süßigkeiten und ungesundem Zeug, ohne Müllberge die es zu entsorgen gilt, mit ner Menge gespartem Geld , und viiiiiel mehr Zeit für schöne andere Dinge. Ich bekomme eine Ahnung von der Freiheit de da lauert!

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde dass ich mir keine Sorgen ums zunehmen mache. Ich versuche gerade meine Ernährung umzustellen. Nicht super drastisch, denn ich habe mich vorher schon gesund ernährt (in den kotzfreien Phasen…). Aber hier und da gab es doch zuviele light Produkte, die müssen jetzt weg. Und ich beschäftige mich viel mit dem Thema Industriezucker und Weizen, und was das – speziell mit uns Bulimikerinnen – mit unserem Körper macht. Und wie diese Dinge den Heißhunger und die Fressattacken fördern. Es gibt also für Fressattacken Erklärungen, die rein körperlicher Natur sind. Stress, Belastungen usw können sie natürlich noch begünstigen, aber ein großer Teil des Auslösers für Fressattacken liegt im Nährstoffmangel begründet. Krasse Erkenntnis.
Während tiefenpsychologische Therapieansätze ein hartes und langes an-sich-arbeiten und aufarbeiten implizieren, so ist der Nährstoffmangel ein vergleichsweise einfach zu behebendes Problem!

Wobei: einfach ist hier auch relativ. Ich hätte bis vor kurzem behauptet, ich habe mich schon immer sehr gesund ernährt….und wenn ich ehrlich bin – und das merke ich jetzt , beim Thema Nährstoffmangel – weiß ich nur verdammt wenig über das, was unser Körper wirklich braucht.
Ich praktiziere gerade etwas völlig neues in meinem Leben: ich beschäftige mich mit dem Thema Essen, um mich GESUND zu ernähren, und genügend Nährstoffe zu bekommen, und NICHT um abzunehmen!

Wie gesagt: die Angst vorm Zunehmen ist trotzdem da. Ich versuche behutsam zu sein. Nicht zu wenig, nicht zuviel essen, viel Bewegung, tägliches Schreiben, und täglicher Austausch mit Ellen. Der Podcast irgendwo in der Warteschleife…das alles hilft ungemein, um die Zeit zu überbrücken, bis neue Gewohnheiten – in dem Fall vernünftig ernähren, und nicht kotzen – etabliert sind.

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