Howling Wolf in Winter
|

#Tag 18


Heute ist ein komischer Tag. Ich bin gereizt, obwohl der Tag nett und schön war und ich diesen Spätsommertag voll ausnutzen konnte.
Ich bin ehrlich, heute bin ich schreibfaul, und irgendwie mag ich mich gerade selber nicht. Daher gibt es jetzt nur eine alte indianische Metapher die ich sehr gerne mag.

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten. Nachdem sie beide eine Weile geschwiegen hatten, sagte der Alte:

„Weißt du, in deinem Leben wird dir vieles widerfahren sowie auch mir vieles widerfahren ist. Manchmal fühlt es sich an, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen gegeneinander kämpfen würden.

Der eine Wolf ist der Wolf der Dunkelheit, der Ängste, des Misstrauens und der Verzweiflung. Er bringt dir böse Träume, viel Leid und Schmerz. Der andere Wolf ist der Wolf der Lebensfreude, der Hoffnung und der Liebe. Er bringt dir die guten Träume, schenkt dir Mut und Hoffnung, er zeigt dir den Weg und gibt dir weisen Rat. Diese beiden werden die Zähne fletschen, sich umkreisen, sich an die Kehle gehen bis einer kraftlos zu Boden sinkt.“ Dann schwieg der Alte wieder.

Der Junge fragte voller Ungeduld: „Erzähl weiter Großvater…welcher Wolf wird den Kampf um das Herz gewinnen?“

Der Alte lächelte und sagte: “Der Wolf, der am häufigsten gefüttert wird. Darum lebe achtsam und lerne beide Wölfe gut kennen. Und dann wähle jeden Tag von Neuem, welchen Wolf du füttern möchtest.“

Ähnliche Beiträge

  • #Tag 28

    Ich werde verrückt 🙂 Es ist 20:15 und ich liege frisch und sauber und duftend im Bett. An meinen Beinen liegt Pepe, scheinbar satt und zufrieden und putzt sich seine Tageserlebnisse vom Fell.Ich lese in verschiedenen Büchern, schaue kurz in der Onlinegruppe, hab mein Handy in der Hand und schreibe noch ein paar Zeilen.Klingt langweilig….

  • #Tag 15

    Was möchtest du tun, um deine Stunden zu füllen? Das habe ich tatsächlich schon vor Beginn unserer 30 Tages-Reise gemacht. Als wichtig erachte ich auf jeden Fall dass man sich Zeit nimmt und gründlich überlegt was man „Früher“ als „Kind“ gerne gemacht hat. Also bei welcher Tätigkeit man in den FLOW gekommen ist und alles…

  • #Tag 34

    Ich halte mich wohl eher kurz. Es war ein schöner letzter Spätsommertag. Sehr warm, ich war schön faul und hab herrlich die Sonnenstrahlen genießen können. Ich habe mir zum Abend hin (auch nicht zu spät für meine Begriffe) mein Essen vorbereitet. Damit habe ich oft noch meine Probleme. Ich bin auch Stunden später immer noch…

  • #Tag 7

    Ich WILL nicht mehr kotzen, weil es 1000 und mehr Gründe gibt es nie mehr zu tun und ich frei sein. Ich will weg vom Getrieben fühlen mich zu überessen und kotzen. Das ist kein Leben. Ich habe es satt in der Falle der Lebensmittelindustrie zu sitzen, abhängig/süchtig vom Industriezucker UND Lebensmittel die mich nicht…

  • #Tag 39/40

    8:37 und ich bin schon seit fast 2 Stunden wach. Klar und unverkatert. Ich bin jedes mal dankbar über dieses Lebensgefühl. Jemand der nicht regelmäßig den Tag zuvor Unmengen an Alkohol in sich reingeschüttet hat weiß wie hundeelend man sich an solchen Morgen fühlt. Meistens fast den ganzen Tag, bis der Nachschub kommt und den…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert