„Warum bist du eigentlich allein?“

„Du bist so hübsch.
Du bist intelligent.
Mit dir kann man sich so gut unterhalten.
Warum bist du eigentlich allein?
Du könntest doch jeden haben.“

Diese Frage habe ich in den letzten Jahren immer wieder gehört.

Und lange wusste ich selbst nicht, was ich darauf antworten soll.

Heute weiß ich es.

Ich hatte zehn Jahre lang etwas anderes zu tun: mich selbst wiederzufinden.

Die letzten zehn Jahre waren für mich keine Jahre des Stillstands.
Sie waren Jahre der Veränderung.

Ich habe mich intensiv mit mir selbst auseinandergesetzt. Mit meiner Psyche. Mit meinen Mustern. Mit den Dingen, vor denen ich weggelaufen bin. Mit den Süchten, die so lange einen Platz in meinem Leben hatten.

Ich musste lernen, mich selbst zu verstehen.
Mich auszuhalten.
Verantwortung für mich zu übernehmen.
Und Stück für Stück wieder Vertrauen in mich selbst zu finden.

Und irgendwann war für mich klar:

Solange ich selbst noch damit beschäftigt bin, mich zu retten, möchte ich keinen anderen Menschen mit in mein Chaos ziehen.

Ich wollte keinen Mann, der meine Leere füllt.
Keinen Menschen, der mich repariert.
Und auch keine Beziehung, die meine eigenen Baustellen überdeckt.

Ich wollte erst lernen, alleine glücklich zu sein.

Deshalb war da lange Zeit kein wirklicher Platz für eine Partnerschaft.

Da war Platz für Heilung.
Für Entwicklung.
Für Rückschritte und neue Anläufe.
Für Tränen.
Für Erkenntnisse.
Und irgendwann auch wieder für ganz viel Leben.

Heute weiß ich:

Allein zu sein bedeutet nicht, dass man niemanden findet.

Manchmal bedeutet es, dass man sich selbst erst wiederfinden muss.

Und vielleicht war genau das die wichtigste Beziehung meines Lebens:

die zu mir selbst. ❤️

Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt.
Vielleicht kommt irgendwann ein Mensch, mit dem ich mein Leben teilen möchte.

Aber wenn dieser Mensch kommt, dann soll es nicht sein, weil ich ihn brauche.

Sondern weil ich mich frei dafür entscheide, mein bereits erfülltes Leben mit ihm zu teilen.

Und bis dahin?

Bin ich nicht „übrig geblieben“.
Ich bin bei mir angekommen.
❤️‍🩹

Ich finde, der Satz auf dem Bild und der letzte Satz der Caption greifen wunderschön ineinander:

Bild:
„Ich hatte zehn Jahre lang etwas anderes zu tun: mich selbst wiederzufinden.“

Caption:
„Ich bin bei mir angekommen.“

Das hat für mich sehr viel von deiner heutigen Geschichte: nicht „Warum hat mich keiner genommen?“, sondern „Ich habe mich selbst gewählt.“ ❤️

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