#Tag 793

„Ich glaube der einzige Grund warum ich noch an die Liebe glaube, ist die Art wie ich selbst liebe“

Dieser Satz hat mich in den letzten Tagen sehr berührt.
Vielleicht auch, weil mich die Worte einzelner Menschen verletzt haben. Und gleichzeitig haben sie mich daran erinnert, wie ich selbst niemals mit einem Menschen umgehen möchte.
Ich möchte nicht abwerten.
Nicht verletzen, nur weil ich selbst verletzt bin.
Nicht über jemanden urteilen, ohne seine Geschichte zu kennen.
Denn ich weiß, wie sehr Worte bleiben können.
Und vielleicht ist genau das eine meiner größten Herausforderungen:
Ich liebe sehr. Ich gebe viel. Ich versuche zu verstehen selbst dann, wenn etwas weh tut.
Auch in meiner Geschichte mit der Liebe…Ich kenne dieses Muster.
Ich gebe.
Ich hoffe.
Ich versuche zu verstehen.
Und manchmal frage ich mich: Warum mache ich das eigentlich?
Lange dachte ich, ich müsste weniger fühlen. Weniger geben. Weniger hoffen. Weniger lieben.
Heute glaube ich das nicht mehr.
Ich möchte diese Seite an mir nicht verlieren.
Ich möchte nur lernen, sie nicht mehr gegen mich selbst zu richten.
Denn jemanden zu verstehen bedeutet nicht, alles aushalten zu müssen.
Und jemanden zu lieben bedeutet nicht, bleiben zu müssen, wenn ich mich dabei selbst verliere.
Vielleicht bedeutet Heilung für mich deshalb nicht, weniger zu lieben.
Vielleicht bedeutet sie, mich selbst genauso liebevoll zu behandeln, wie ich andere behandle.
Und wenn ich irgendwann zurückblicke, möchte ich nicht denken:
Warum habe ich nur so viel gegeben?
Sondern:
Ich war ein Mensch, der von Herzen geliebt hat.
Und das möchte ich niemals bereuen.
Ich möchte nur lernen, dass mein Herz dabei auch einen Platz in meinem eigenen Leben bekommt. 🤍

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