#Tag 755

Die Zeit vergeht. Ob wir wollen oder nicht.

Manchmal wünschte ich, man könnte sie einfach anhalten.
Für einen Moment. Für einen Menschen. Für eine Umarmung, von der man noch nicht weiß, dass man sie irgendwann vermissen wird.

Wir gehen durch dieses Leben,
kämpfen, fallen, stehen wieder auf.
Wir überwinden Hürden, tragen Wunden davon
und lernen, mit unseren Narben zu leben.

Menschen kommen in unser Leben.
Manche bleiben.
Manche gehen.
Manche schenken uns Liebe, andere hinterlassen Schmerz.

Und irgendwann verstehen wir,
dass all diese Begegnungen,
all die Höhen und Tiefen,
Teil unserer Geschichte geworden sind.

Das kleine Mädchen auf diesem Bild
könnte das Mädchen sein, das wir einmal waren.
Und die alte Frau diejenige, zu der wir eines Tages werden.

Dazwischen liegt ein ganzes Leben.

Und vielleicht ist das die leise Wahrheit,
die wir viel früher begreifen sollten:

Wir können die Zeit nicht anhalten.
Aber wir können entscheiden, wem wir sie schenken.
❤️

Den Menschen, die uns guttun.
Den Momenten, die bleiben.
Und vor allem: uns selbst.

Denn am Ende zählen nicht die Jahre,
die wir hinter uns haben.

Sondern die Liebe, die wir gefühlt haben.
Die Menschen, deren Hand wir gehalten haben.
Und all die Male, in denen wir trotz allem
wieder aufgestanden sind.

Nicht nur überleben.
Sondern wirklich leben.

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