Tag 39 – 26.09.2024

Wow, fast 40 tage ohne kotzen. und diese Tage waren seeeehr ereignisreich würde ich sagen.
Einfach war es auch nicht, und ist es zum Teil immer noch nicht. Es ist teilweise sogar recht hart. ABER die zeit spielt mir in die Karten. je mehr Tage ich auf der Haben-Seite verbuchen kann, desto größer wird dieses Gefühl in mir, dass ich das bisher Erreichte nicht mehr aufgeben will. Und die Tage sind auch nicht alle gleich. Ich hatte schon viele Tage dabei, die richtig gut waren, das will ich mir vergegenwärtigen.
Ich will jetzt bewusster etwas früher am Tag schreiben, denn das ist meine neue Strategie (prophylaktisch mal wieder :-)!) gegen das Mittagstief. Schreiben ist eine mächtige Waffe, das ist einem aber nicht immer bewusst. Schreiben wirkt oft auch erst etwas verzögert und man nimmt es nicht bewusst wahr. Aber wenn ich jetzt hierhin schreibe, dass ich heute nicht kotzen werde, und dass mein Nachmittag völlig in Ordnung sein wird (das bisschen Müdigkeit ist NICHT schlimm), dann schreibe ich quasi schon meine eigene Zukunft vor.
Gestern waren meine Strategien hinlegen. Gleich zweimal. Und essen, auch wenn ich es mir nicht vorgenommen hatte. Für Bewegung war ich zu erschöpft, und ich bin ganz stolz, dass ich das erkannt habe. Heute geht es mir besser, aber die Nachmittage sind und bleiben herausfordernd. Mal schauen, was das Schreiben in den kommenden Tagen bewirkt, und ob dich ein spürbarer Effekt einstellen wird.
Ich werde heute weder fressen, noch kotzen. Ich werde keinen Alkohol trinken, denn ich bin stolz und dankbar für alles, was ich bisher erreicht habe. ich werde meine neue Freiheit wie mein Baby beschützen. Ich werde nie wieder zurück in dieses Gefängnis der Sucht gehen. Der härteste nüchterne Tag ist immer noch tausend mal besser, als der beste Tag, an dem ich gekotzt oder getrunken hab (oder beides). Es lohnt sich also. Und es wird einfacher. Das verspreche ich mir an der Stelle selber.

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