#Tag 751

Du darfst stolz auf dich sein.
Für all das, was niemand gesehen hat.

Ich glaube, ich habe lange nicht verstanden, was das eigentlich bedeutet.

Ich habe so oft nur auf das geschaut, was mir noch nicht gelungen ist.
Auf das, was ich noch verändern müsste.
Auf die Dinge, bei denen ich dachte: Da bin ich noch nicht weit genug.

Dabei gab es so vieles, das niemand gesehen hat.

Die Gedanken, die ich mit mir selbst ausgetragen habe.
Die Tage, an denen ich funktioniert habe, obwohl es in mir ganz anders aussah.
Die Momente, in denen ich mich selbst verloren und trotzdem irgendwie weitergemacht habe.

Ich habe lange versucht, meinen Wert an Dingen festzumachen, die man messen, sehen oder von außen bestätigen kann.

Heute lerne ich etwas ganz anderes:

Ich darf stolz auf mich sein.
Nicht erst, wenn alles gut ist.
Nicht erst, wenn ich „fertig“ bin.
Sondern auch für jeden kleinen Schritt, den ich gegangen bin, obwohl er schwer war.

Für den Mut, hinzusehen.
Für Entscheidungen, die wehgetan haben.
Für Grenzen, die ich erst lernen musste zu setzen.
Für das Loslassen von Dingen, die mir nicht gutgetan haben.
Und dafür, dass ich langsam beginne, mich selbst nicht mehr gegen mich zu stellen.

Vielleicht ist genau das Heilung:
sich irgendwann selbst für all das zu würdigen, was man viel zu lange klein geredet hat.

Und falls du das gerade selbst hören musst:

Du darfst stolz auf dich sein.
Auch für die Kapitel, von denen niemand weiß. 🤍

Ähnliche Beiträge

  • # Tag 29

    Ich kann mich eigentlich nicht beschweren. Mir geht es doch gut. Ich hatte frei und das Wetter war traumhaft, Spätsommer.Aber irgendetwas schlummert in mir. Weil ich ab morgen Nachmittag in meiner Wohnung bin? Ich hab mir schon einen Plan gemacht was ich morgen alles machen will. Daran sollte es nicht liegen.Seit Heute vor 4 Wochen…

  • |

    #Tag 18

    Heute ist ein komischer Tag. Ich bin gereizt, obwohl der Tag nett und schön war und ich diesen Spätsommertag voll ausnutzen konnte.Ich bin ehrlich, heute bin ich schreibfaul, und irgendwie mag ich mich gerade selber nicht. Daher gibt es jetzt nur eine alte indianische Metapher die ich sehr gerne mag. Ein alter Indianer saß mit…

  • # Tag 21

    „Entweder bist du für den Rest deines Lebens mit deinem Körper und dem Essen im Krieg; oder du heilst deine negativen Gefühle und Verhaltensweisen. Du bist die einzige Person, die die Macht hat, das zu entscheiden! Dein Glück liegt alleine in deinen Händen.“ Tag 21 und ich fühle mich den ganzen Tag unwohl. Der Blick…

  • #Tag 737

    August 23, 2026 Was ist eigentlich schwerer?Manchmal frage ich mich das.Gegen eine Sucht anzukämpfen.Oder einen Schmerz auszuhalten, den man nicht einfach wegmachen kann. Ich kenne beides. Ich kenne das Gefühl, wenn es im Inneren so unerträglich wird, dass man nur noch eines möchte: dass es aufhört. Früher hatte ich dafür meine Wege. Fressen.Erbrechen.Trinken. Für einen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert