#Tag 796

Manchmal ist das Schwerste an der Liebe nicht das Loslassen.
Sondern das ehrliche Hinsehen.

Hinsehen, ohne die Realität durch die eigene Hoffnung schöner zu machen.

Nicht auf Worte hören,

nicht den Moment als Skala betrachten,
sondern auf die Taten.

Nicht auf das Potenzial eines Menschen schauen,
sondern auf den Menschen, der tatsächlich vor uns steht.

Und sich irgendwann einzugestehen:

Vielleicht wird diese Verbindung niemals das werden,
was ich mir so sehr gewünscht habe.

Das tut weh.
Denn Hoffnung kann sich manchmal fast wie Liebe anfühlen.

Aber manchmal bedeutet Selbstliebe,
die Hoffnung ein Stück zur Seite zu legen
und mutig anzuschauen, was wirklich ist.

Nicht, weil das Schöne zwischen zwei Menschen plötzlich wertlos wird.

Sondern weil ein schöner Moment
nicht automatisch eine gemeinsame Zukunft bedeutet.

Und vielleicht ist genau das eine der mutigsten Formen von Liebe:

Einen Menschen so zu sehen, wie er ist –
und nicht mehr so, wie man ihn braucht, damit die eigene Hoffnung wahr wird.

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